Die Moldau ist mit 435 km Länge der längste Nebenfluß der Elbe und legt bis zu ihrer Mündung in diese bei Melnik bereits mehr Kilometer zurück als die Elbe selbst. Ihren Ursprung nimmt die Moldau in drei Quellflüssen, der im Böhmerwald entspringenden Warmen Moldau, der Grasigen Moldau und der in Bayern entspringenden Kalten Moldau. Bei Vyssi Brod (Hohenfurth) verläßt sie ihren südöstlichen Kurs und wendet sich nach Norden. Auf ihrem Weg zur Elbe fließt sie durch das südböhmische Hügelland und passiert unter anderem die Städte Cesky Krumlov (Krummau), Ceske Budejovice (Budweis), Tyn nad Vltavou (Moldauthein), Orlik (Worlik) und Praha (Prag). Der Flußlauf verläuft meist in einem schmalen Tal, ist jedoch an einigen Stellen zu großen Stauseen aufgestaut, wie etwa dem Stausee Slapy einige Kilometer vor Prag. Am Ufer liegen neben schönen Orten auch zahlreiche Burgen, Schlösser und Klöster.
Die Moldau ist ab Vyssi Brod (Km 318,9), kurz unterhalb der Staustufe Lipno II, für Kanuten ganzjährig befahrbar, da durch die Staustufe der Wasserstand auch im Sommer reguliert werden kann. Dieser Abschnitt ist bei Kanuten sehr beliebt und gehört zu einem der meistbefahrenen Flußabschnitten Europas. Erst hinter der Staustufe bei Slapy, kurz vor Prag, ist die Moldau schiffbar. Von Ruderen gibt es Fahrtberichte für die Befahrung der Moldau ab Tyn nad Vltavou. Vermutlich ist eine Befahrung (zumindest im Frühjahr oder Frühsommer) für Ruderer auch schon ab Vyssi Brod möglich.
Ab Prag sind wir bereits im Jahr 2000 die Moldau und Elbe gerudert. Eine mögliche Ruderfahrt auf Moldau und Elbe könnte in Vyssi Brod beginnen, 319 Kilometer auf der Moldau bis nach Melnik führen und schließlich auf der Elbe durch das Elbsandsteingebirge bis nach Dresden (167 Km). Die Gesamtstrecke von 486 Kilometern wäre in einer zweiwöchigen Ruderfahrt zu bewältigen. Freies Zelten ist in Tschechien untersagt, aber es gibt entlang der Strecke unzählige offizielle Campingplätze.
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